WordPress' Ladezeiten verbessern
Ich habe mich in letzter Zeit ein wenig mit der Ladezeit meines Blogs auseinandergesetzt – nicht zuletzt, weil Google mittlerweile auch “offiziell” die Ladezeit einer Seite mit in die Ranking-Bewertung einfliessen lässt. Dafür gibt es in den Google Webmaster Tools auch einen eigenen Bereich, der die Analyse der Ladezeiten ermöglicht.
Ein probates Mittel, die Ladezeiten zu verbessern, ist die Komprimierung des HTML-Codes. Vereinfacht ausgedrückt, werden die HTML-Seiten dabei einfach ZIP-komprimiert vom Server an den Browser/ Client übertragen, das heißt, dass sie in der Regel auch schneller geladen werden.
Für WordPress gibt es viele Plugins, die eine GZip-Komprimierung des Blogs ermöglichen sollen. Dabei bekommt man das auch ohne extra Plugin mit einer Zeile Code in der functions.php Datei im Theme-Ordner hin:
<?php
ob_start("ob_gzhandler");
?>
ob_gzhandler ist eine PHP-Funktion, die die Ausgabe von HTML-Code GZip-komprimiert.
Ich muss dazusagen, dass mein Hoster diese Funktion unterstützt – dazu ist nämlich die zlib extension von PHP notwendig, sonst funktioniert das Ganze nicht so einfach (über die functions.php-Datei).
Wer also mal ausprobieren will, ob die GZip-Komprimierung funktioniert, schreibt einfach die oben genannte Zeile Code an den Anfang der functions.php Datei. Erscheint danach im Browser keine Fehlermeldung, ist die zlib-extension vorhanden und die Komprimerung läuft. Gefühlt sollte sich die Ladezeit auch schon deutlich verbessert haben. Bei mir gab es eine Verbesserung um ca. 75% – ein stolzer Wert und sicherlich auch gut für Google.
Durch den Einbau der Funktion in die functions.php übersteht das Ganze auch ein Update auf eine neue WordPress-Version, da sich die Änderung/Ergänzung ja auf Theme-Ebene befindet.
Viel Spaß beim Ausprobieren! Wer noch andere Tipps zur Komprimierung oder Verbesserung der Ladezeiten von WordPress hat, kann wie immer die Kommentarfunktion verwenden.
Update: Falls nach der Implementierung im Admin-Bereich Fehlermeldungen auftauchen, kann alternativ auch mal das Plugin wpCompressor von Sergej Müller ausprobiert werden!