WordPress noch sicherer machen
Das Thema Sicherheit wird von vielen in Bezug auf WordPress unterschätzt. Eine WordPress-Installation ist immer eine beliebte Anlaufstelle für Exploits und XSS Injections. Wer immer die verfügbaren Updates von wordpress.org bzw. wordpress-deutschland.org einspielt (und von keiner anderen Seite!), ist in der Regel auf der sicheren Seite, allerdings ist das auch kein Garant für ein sicheres WordPress.
Um dem ein wenig vorzubeugen, habe ich mich mal auf die Suche nach ein paar Möglichkeiten gemacht, WordPress sicher(er) zu machen.
WordPress Exploit Scanner
Zuallererst sollte man einmal überpruefen, ob vielleicht schon ein Hacker bei der eigenen WordPress-Installation am Werk war. Dabei hilft einem das Plugin WordPress Exploit Scanner von Donncha O Caoimh. Es macht nichts anderes, als die Dateien und die Datenbank-Einträge der WordPress-Installation nach Texten zu durchsuchen, die in der Regel von Hackern und Spammern verwendet werden, wenn diese die Webseite bereits kompromittiert haben.
Findet der Exploit Scanner solche Textpassagen, kann entsprechend gehandelt werden. Gerade ältere und grosse Blogs profitieren von diesem Plugin, da eine manuelle Suche nach solchen Textpassagen praktisch unmöglich ist.
WordPress Suche deaktiveren
Frank Bültge stellt auf seiner Seite bueltge.de eine einfache Anleitung zur Verfügung, wie man die in WordPress eingebaute Suchfunktion deaktivieren kann, wenn sie nicht benötigt wird. Das “Gemeine” an der Suche von WordPress ist naemlich, dass sie auch verwendet werden kann, wenn die Suchbox gar nicht in den Templates oder im eigenen Theme eingebaut ist. Dazu muss man leidglich die WordPress-Installation mit dem Paremeter “?s=” aufrufen, bspw. http://www.wordpress-magazin.de/?s=sicherheit
Dadurch wird die Suche ausgefuührt. Eine XSS Injection (Cross Site Scripting) benötigt ein Formular-Feld, um eine Seite hacken zu können. Ein solches Formular-Feld findet sich auf der Such-Seite eines jeden out-of-the-box WordPress. Wer nicht alle seine WordPress-Installation auf dem neuesten Sstand halten kann, sollte also die Anpassung von Frank durchführen – natürlich nur wenn auch auf die Suchfunktion verzichtet wird.
Secure WordPress
Und nochmal Frank Bültge, dessen Arbeit für WordPress ich sehr schätze, mit dem Plugin Secure WordPress. Dieses Plugin wurde im Zusammenhang mit dem Entfernen der WordPress-Versionsnummer aus dem Quelltext schon einmal erwähnt. Nebenbei sorgt es aber auch für weitere Sicherheits-Features:
- Error Informationen aus dem Login-Bereich entfernen
- Erstellt eine virtuelle index.html im Plugin-Verzeichnis, um eventuell das Listen des Inhaltes zu verhindern.
- Entfernt Link für Windows Live Writer
- Entfernt Link zum Really Simple Discovery Service
- Entfernt die Update-Info zur WordPress Version für Nicht-Admins
- Entfernt die Update-Info zu Plugin Updates für Nicht-Admins
In diesen Zusammenhang sei auch nochmal der Beitrag aus Frank’s WordPress-Buch erwähnt, der noch weitere Vorschlaege fuer eine sichere WordPress-Installation bereithält.
Bei allem Sicherheits-Eifer sollte übrigens auch nicht vergessen werden, regelmaessig die Datenbank zu sichern.
Fazit
Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Leser jetzt denken: Danke, der tausendste Eintrag zum Thema WordPress und Sicherheit (und auf wordpress-magazin.de sogar schon der zweite), aber wie eingangs erwähnt, kann man nicht oft genug darüber schreiben, zumal ich selbst auch ohne böse Absichten immer wieder WordPress-Blogs entdecke, die nicht aktuell sind und/ oder Sicherheitslücken aufweisen. Gerade wenn einem die eigene Website bzw. das eigene Blog am Herzen liegt, weil man sicherlich viel Arbeit hineingesteckt hat, wäre es doch schade, wenn man nicht ein paar Minuten Zeit findet und die einfachen Mittel zur Verbesserung der Sicherheit durchführt.
Ich freue mich wie immer ueber Kommentare und Meinungen zu diesem Thema und bin gespannt auf weitere Tipps und Links!